Mein Sommerurlaub vom 27.07. - 07.09.2009 in China
1. Tag Montag, 27.07.2009 - Bilder vom Flug, Verbotene Stadt, Abendessen und Massage.
Zuerst gings mit der U-Bahn(Ticketpreis 2 Yuan, ca. 22 cent) ins Hotel "7days inn", welches in der Nähe der verbotenen Stadt liegt.Von dort aus gings dann am Nationaltheater(das halbe Ei)vorbei zur verbotenen Stadt. Der Eintritt in die verbotene Stadt kostet 60 Yuan pro Person(das sind ca 6,30 €. Von einem Palast kommt man in den nächsten und wieder nächsten. Jeder einzelene hat seine Bedeutung. In dem einen wird Hof gehalten, im nächsten Gericht.Leider konnte man die einzelnen Paläste nicht von innen anschauen. Viele Chinesen wollten mit mir ein Bild machen, als ob man ein Fernsehstar wäre.
Nach dem Besuch der verbotenen Stadt gings mittels Fahrradtaxi nach Houhai, wo um einen See kleine Geschäfte und Restaurants sind.In einem dieser Lokale assen wir original Pekingente, wobei ich von dem bisschen was auf dem Teller war entäuscht war.Der Koch tranchiert die Enten direkt vorm Gast. Von da aus gings erstmal wieder ins Hotel, die Zeitumstellung forderte ihren Tribut. Bis ca. 21.30 Uhr wurde geschlafen und anschliessend ging es per Taxi in einen der vielen Hutong`s(alte Stadtviertel von Peking)zum Abendessen. Anschliessend noch ein Abendspaziergang und zum Abschluss des ersten Tages zur Massage.Die Massagestudios haben in China 24 h geöffnet. Gegen 2.30 Uhr morgens waren wir dann wieder im Hotel.
2.Tag, Dienstag 28.07.2009 - Chinesische Mauer in Badaling, Buisnesscity von Peking und Gaybar "Destination"
6.30 Uhr am Morgen war wecken angesagt, also eine kurze Nacht hatte man. Mit der U-Bahn ging es dann zur Station Jishuitan, wo wir bei KFC frühstückten.Bei KFC oder Mc Donalds bekommt man wenigstens einen halbwegs guten Kaffee.
Dann gings zum Bus, welcher zur Grossen Mauer fährt. Bus 919 fährt zur Mauer, nur lustigerweise heissen fast alle Busse dort 919.Den richtigen zu finden ist das schwere, da einige riesige Umwege fahren, oder andere überall halten um irgendwelche Einheimische mitzunehmen und diese dann in einem entfernten Dorf wieder rauszulassen. Wir haben den richtigen Bus gefunden und für 12 Yuan ( ca 1,40] fuhr der Bus ca. 1,5 h zur Mauer nach Badaling. Zu trinken sollte man sich vorher kaufen, da die Preise an der Mauer etwas angehoben sind und auf der Mauer selber gibt es nichts zu kaufen an Getränken. Endlich an der Mauer angekommen kauften wir uns ein Ticket für 45 Yuan pro Person.
Schon von unten sah man, das dies kein Spaziergang, wie man sich das vorstellt, wird. Immer bergauf ging es, und es wollte auch kein Ende nehmen, dazu noch die vielen Leute und die Hitze. Nach ca. 2h kamen wir endlich oben an und waren glücklich es geschafft zu haben.Einige Leute sind dann weiter bis zum nächsten Berg, aber für uns reichte es bis dahin.
Den Weg zurück machten wir dann mit der Seilbahn.
Unten angekommen warten auf einen eine Menge Shops, in welchen man Andenken kaufen kann.Das handeln sollte man aber nicht vergessen.Mindestens die Hälfte was der Verkäufer verlangt kann man immer runterhandeln. Dann gings wieder zurück nach Peking mit dem Bus. Wir sind dann direkt im Anschluss mit der U-Bahn in die Buisness-City von Peking gefahren.Hier zeigt sich die moderne Seite der Stadt. Neben der Centrale des Hauptfernsehsender CCTV schien wohl ein Haus Opfer der Flammen geworden zu sein. Im CBD-Center erwartet einem die wohl größte LED-Leinwand der Welt.Phantastische Bilder, Animationen oder Filmsequenzen spielten sich über den Köpfen der Leute ab.
Eigentlich wollten wir dann ins Gay-Nachtleben von Peking eintauchen, aber die einzige Gay-Discothek "Destination" in Peking war menschenleer.Wie am Flughafen wurde man kontrolliert.Da niemand da war gingen wir weiter, ein anderes Gay-Lokal sollte nicht weit entfernt sein. Dort aber angekommen fanden wir nur ein verschlossenes Lokal vor. So sind wir wieder in unseren Hutong vom Vortag gefahren um noch was zu essen. Am National Theater vorbei ging es dann wieder Richtung Hotel, wo wir gegen 02.30 Uhr eintrafen.
3.Tag - Mittwoch, 29.07.2009 - Sommerpalast, Peking-Dance-Akademie, Abendbummel in der Einkaufspassage
7.30 Uhr war die Nacht wieder vorbei, es stand wieder ein volles Programm im Terminplan. Frühstück war wieder im KFC und dann gings mit den U-Bahn-Linien 5,2 und 13 Richtung Sommerpalast. Der Sommerpalast, ursprünglich "Garten des reinen Wassers", liegt am Fuß des Westberges in Peking, etwa 15 km vom Stadtzentrum entfernt. Mitte des 18.Jahrdunderts wurde mit dem Bau begonnen. 1860 drangen britisch-französische Truppen in Peking ein und zerstörten den Sommerpalast.1886 riß die Kaiserwitwe Cixi( klingt fasst wie Sissi) die Staatsmacht an sich und baute den Palast wieder auf.
Eintritt in diese weitläufige Anlage sind 60 Yuan. Wer wirklich alles sehen will, kann für diesen Besuch locker 2 Tage einplanen.Eine besondere Sehenswürdigkeit, wie ich fand, war das "Schiff der friedlichen Ruhe". Das 36m lange Schiff wurde aus einem gigantischen Stein geschnitzt.
Da der Palast um einen grossen See errichtet wurden ist, kann man mit schönen Fähren schnell jeden Punkt erreichen. Nach ca 4h Treppen steigen und Fähren fahren hatten wir für uns alles wichtige gesehen und fuhren mit einem einheimischen Stadtbus zu Yuhaos Ausbildungsstätte, der "Beijing Dance Academy".
Sein alter Lehrer (mittlerweile einer der Direktoren) und dessen Ehefrau (eine Ballettlehrerin) begrüßten uns sehr herzlich und man bekam sofort eine Führung durch die heiligen Hallen des Tanzes.Sofort wurden wir vom Lehrer zum Abendessen eingeladen.Da wir noch aufق andere ehemalige Schüler warteten, schauten wir uns einige Trainingseinheiten an.Das Restaurant war nicht weit weg und das Essen konnte beginnen. Ca. 4 h Stunden saßen wir an der runden Tafel, welche ständig mit neuen köstlichkeiten aufgefüllt wurde. Es wurde herzlichst gelacht und über alte Zeiten gesprochen. Leider findet man in Deutschland diese Art eines Chinarestaurants nicht, was mir ein Rätsel bleibt.Die meisten Restaurants haben Separès in welche sich die Gäste in wohnzimmerartigen Ambiente verwöhnen lassen.Wenn man mit mehreren Leuten essen geht, bucht man ein solches Separè.Eine persönliche Bedienung ist immer im Zimmer, füllt die Getränke auf, räumt ab oder leert die Aschenbecher. An die Esskultur muss man sich gewöhnen, denn der Tisch und auch der Boden sehen nach dem Essen nicht gerade besonders sauber aus, da alles auf den Boden bzw. Knochenreste auf den Tisch geschmissen werden. Wenn man anstösst, sagt man Gambee (ich schreib das mal in Deutsch)und trinkt sein Glas leer, welches entweder vom Tischnachbarn oder von der Bedienung sofort wieder gefüllt wird.Zum Glück musste ich vom chinesischen Reiswein (hat so um die 50 - 60 Prozent) nicht allzuviel trinken.
Nach dem Abendessen sind wir dann in die Innenstadt von Peking um noch ein bisschen zu spazieren.Die Straße bzw. die Häuser zum Platz des himmlischen Friedens wird/werden gerade völlig neu gemacht und nur die feinsten Adressen ziehen dann in diese Geschäfte (H.Boss, Channel ect.). Eigentlich wollten wir dann noch auf den Platz des himmlischen Friedens, aber leider wurde der wohl größte Platz der Welt um 21.00 Uhr mit Zäunen umringt und abgeschlossen. Da die 60 Jahr-Feier Chinas bevorsteht, will man wohl mit dieser Maßnahme Unruhen jeglicher Art vorbeugen.Ein lustiges Verbotsschild an dem Platz bekam dann unsere Aufmerksamkeit.Das Schild müsst ihr euch mal, unten in den Bildern, mal in gross anschauen. Was man doch so alles auf dem Platz des himmlischen Friedens nicht machen darf.
Durch eines der Hutongs ging es dann wieder Richtung Hotel. In unmittelbarer Nähe vom Hotel fanden wir dann ein Friseur, welcher auch Kopfmassage anbot. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und für 15 Yuan (1,60 €) liessen wir uns 30 Minuten lang den Kopf massieren.
Gegen 00:30 Uhr waren wir dann im Hotel, kurz duschen und ab gings ins Bettchen.
4.Tag - Donnerstag, 30.07.2009 - Himmelstempelpark, Olympiastadion und Peking unter Wasser
Wie sollte es anders sein, Frühstück war bei KFC. Kurioser Weise sind von KFC zu KFC in Peking die Preise sehr unterschiedlich.In dem einen kostet der Kaffee 5 Yuan und im nächsten 6,50 Yuan. Der Himmelstempel entstand 1421 zusammen mit dem Kaiserpalast, und hier mußte der Kaiser mehrmals im Jahr "Zwiesprache mit dem Himmel" halten, von dem er sein "Mandat", also die Legitimation zu herrschen, erhalten hatte. Der Himmel war dabei weder ein spezieller Ort, noch mit einer Person oder einem Gott verbunden, eher ein abstrakter Begriff. Man glaubte allerdings, daß auf der Erde nur Harmonie (und damit Wohlstand) herrschen konnte, wenn auch im Makrokosmos der gesamten Existenz Harmonie herrschte. Diese mußte der Kaiser beschwören, damit die Natur sich nicht durch Unwetter, Überschwemmungen und Dürren an den Menschen rächte. Denn nur wenn die Natur vorteilhaftes Wetter bereithielt, konnten gute Ernten eingefahren werden, die Menschen überleben und zu Wohlstand gelangen. Konfuzius sagte, für die einfachen Menschen sei Essen der Himmel.
Auf dem Weg zum eigentlichen Tempel, befindet sich auch eine Echowall in runder Form.Wenn man auf der einen Seite was flüstert, kann der andere das auf der gegenüberliegenden Seite hören.Natürlich nur, wenn mal keiner was von dem Touristen sagt, denn sonst hört man nur Geplapper.
Heute ist der Himmelstempelpark ein Domiziel der älteren Bevölkerung Pekings. Die Alten musizieren, singen, tanzen oder betreiben in dem Park sportliche Aktivitäten. Für deutsche Verhältnisse unglaublich, denn wir schicken unsere Omis und Opis ins Altersheim.An sich kein Wunder wieso die Chinesen immer so fit sind.
Nach dem Besuch gings per U-Bahn zurück in die Stadt und dann sofort zum Olympiastadion. U-Bahnenstationen, sind ähnlich wie am Flughafen mit Sicherheitskontrollen, belegt.Eigentlich gilt das für gesamt Peking, die Stadt ist ein Hochsicherheitstrakt. Mag vielleicht auch daran liegen das man demnächst eine 60 Jahr-Feier abhält.
Extra für die Olympischen Spiele wurde eine neue U-Bahn-Linie gebaut, welche aber von der heimischen Bevölkerung kaum genutzt wird,da niemand auf oder an der Strecke wohnt.Direkt am Stadion angekommen suchten wir das "Vogelnest". Durch den Smog, der in Peking herrscht, konnten wir das Olympiastadion kaum erkennen.Selbst 200 Meter vor dem Stadion war es schwer zu erkennen. 50 Yuan kostet der Eintritt und dabei musste ich alle Feuerzeuge wegschmeissen, da diese im Stadion nicht erlaubt sind. Einmal drin, ist man überwältigt. Zu dem Zeitpunkt unseres Besuches waren sicher über 5000 Menschen in dem Stadion. Nachdem wir wieder aus dem Stadion rauswaren, hab ich mir aus der Kiste mit den Feuerzeugen ein paar schöne rausgesucht. Danach gings über den Platz, welcher natürlich überdementional ist, rüber zum Wasserwürfel, wo die Schwimmwettbewerbe stattfanden. Natürlich wollte man wieder Eintritt kassieren, aber diesmal lehnten wir ab, da unser Terminplan eh schon voll genug war. Vom Olympiastadion gings mittels U-Bahn in die Shopping-Area, welche für Leute gedacht ist, die diese Artikel weiterverkaufen wollen(wie Metro Deutschland). Diese Shopping-Area befindet sich ca. 10 km östlich vom Stadtzentrum.Leider waren wir schon etwas spät dran und ein paar der Einkaufscentren schlossen schon, also konnte das Rennschnitzel kein Schnäppchen machen.Einer dieser Tempel verkaufte nur Schuhe auf mehreren Etagen, aber leider ist in China bei Grösse 44 stop, und Leute mit grösserem Fuss schauen in die Röhre.
Gegen 18.00 Uhr waren wir dann wieder in der Peking-Dance-Academy.Ein Wettbewerb der Schüler stand an.Es war eine Vorauswahl für einen landesweiten Wettbewerb. Dadurch das die Academy nicht mehr staatlich gefördert wird, sich selbst tragen muss, sind die Schüler auch nicht mehr das was man von ihnen sagt.Früher wurden nur die allerbesten in die Schule aufgenommen, aber diese Zeiten sind auch im kommunistischen China vorbei. Eine Aufführung, geprägt von Fehlschlägen, war das Ergbnis. Zum Glück bin ich nicht eingeschlafen.
So gegen 20.00 Uhr hatte es ein Ende und wir sind noch in einem kleinen Restaurant zum Essen gewesen. Breits am Vorabend hatten wir mit dem Friseurladen, einen Termin für eine Fussmassage vereinbart. Beim Friseur angekommen, brachte uns ein Angestellter zum Massagestudio. 90 min für 40 yuan ( ca. 4,50 €) sind für deutsche Verhältnisse natürlich lächerlich. Die Füsse werden zuerst in einem Holztopf gewaschen, getrocknet und eingerieben. Da die Fusssohlen auch Bedeutung für das Wohlbefinden des gesamten Organismus haben, war ich das ein oder andere Mal geneigt, ein wenig aufzuschreien. Ein paar Punkte waren dann doch zu viel und zu heftig für mich. Eigentlich wollten wir dannach ins Hotel, aber zwischenzeitlich hat es in Peking dermassen geregnet, das wir nicht mal aus dem Studio kamen.Die untere Etage ist voll mit Wasser gelaufen. Sämtliche Strassen waren überschwemmt, trotzdem versuchten alle ihre Autos oder Mopeds heim zu bekommen und fuhren durch die Kanäle. Mit feuchten Füssen sind wir dann doch im Hotel angekommen, ein wenig noch beobachten was auf den Straßen los ist und dann ab ins Bett.
5.Tag - Freitag,31.07.2009 - die Parks hinter der verbotenen Stadt + Hutong und Nightlife (Beihai-Park,Jingshan-Park,Shichahai-See,Platz des himmlischen Friedens + Destination)
Der Tag begann mit verschlafen, erst gegen 08.30 Uhr wurden wir wach. Frühstück fand diesmal bei McDonalds statt. Ein wenig teurer wie bei KFC, aber der Kaffee schmeckte um längen besser wie bei KFC. Wie bei KFC hat man bei McDonalds ein Loch im Boden statt einer normalen Toilette, daher sollte man morgens lieber im Hotel sein Geschäft erledigen.
Zuerst ging es nach dem Frühstück in den Jingshan-Park, welcher sich direkt am Ende der verbotenen Stadt im Anschluss befindet.Wenn man durch das Südtor den Park betritt sieht man sofort das Qiwanglou (das Schloss des Prächtigen Rundblicks).In der Regierungsperiode Qianlong der Qing-Dynastie wurde hier eine kaiserliche Schule mit einer Gedenktafel für Konfuzius gegründet. Jetzt dient es als Ausstellungspavillon.In der Regierungsperiode Qianlong der Qing-Dynastie wurde hier eine kaiserliche Schule mit einer Gedenktafel für Konfuzius gegründet. Jetzt dient es als Ausstellungspavillon.
Bevor man diesen atemberaubenden Überblick der Stadt geniessen kann, stehen wieder einmal unheimlich viele Treppen vor einem. Aber oben angekommen wird man entschädigt.
Das Hauptteil des Parks ist der mit Kiefern und Zypressen bestandene Jingshan (Panorama-Berg oder Kohlenhügel). Am Anfang der Yuan-Dynastie, als Dadu (Hauptstadt) erbaut wurde, stand hier nur ein kleiner Hügel, auf dem üppig Gras wuchs, weshalb er Qingshan (Grüner Hügel) genannt wurde.
Von dort aus ging es in den angrenzenden Beihai-Park.Der malerische Beihai-Park (Nordsee-Park) ist mir der Entwicklung der Stadt Beijing eng verbunden. Schon im 10. Jahrhundert wurde hier unter der Liao-Dynastie die kaiserliche Sommerresidenz Yaoyu (Palast auf der Jade-Insel) erbaut. In der Jin-Dynastie im 12. Jahrhundert wurde Beijing zur neuen Hauptstadt. Der südliche Teil von Beijing beherbergte die Kaiserstadt mit dem Namen Zhongdu (Zentrale Hauptstadt), und im Bereich des heutigen Nordsees entstanden die Qionghuadao (Insel der Erlesenen Jade) und der Guanghandian (Mond-Palast). Für den künstlichen Berg auf der Insel wurden von weither dekorative Steine herangeschafft. So entstand hier die kaiserliche Villa. Die Fünf-Drachen-Lauben und die Neun-Drachen-Mauer, die am nördlichen Ufer des Beihai-Sees liegen, sowie viele Türme, Pavillons und andere Bauten auf der Tuancheng stammen aus der Ming-Zeit.
Die während der Yongle-Periode (1403-1425) der Ming-Dynastie erbaute Stadt Beijing ist weltweit bekannt für ihre architektonische Struktur und ihre grossartigen Bauten. An Hand von Luftaufnahmen mit Fernabtastens-Technik von Beijing konnten Forscher im Stadtgebiet von Beijing die Formen von zwei "riesigen liegenden Drachen" und einem "sitzenden Riesen" ausmachen. Dies Entdeckung stellt eine ganz neue Sichtweise auf das Stadtbild von Beijing dar und hat allgemeine Bewunderung hervorgerufen. Auf den Aufnahmen kann man zwei riesige Drachen sehen, die in nord-südlicher Ausrichtung nebeneinander quer über die ganze Stadt liegen. Ein Drache setzt sich aus den alten Bauten in Beijing zusammen. Er beginnt am Tian'anmen-Tor und schlängelt sich bis zum Glocken- und dem Trommelturm. Das Tian'anmen-Tor stellt den Drachenmund dar, die Jinshui-Brücken die Mähne, die Chang'an-Straße steht für die langen Barthaare des Drachen und der kaiserliche Ahnentempel sowie der Altar der Götter des Ackers und der Feldfrüchte sind die Augen. Der Kaiserpalast selbst repräsentiert gemeinsam mit dem Jingshan-Park den Körper des Drachen. Der Glocken- und der Trommelturm markieren schliesslich den Schwanz des Drachen. Die vier Ecktürme des Kaiserpalastes sind die Drachenklauen, die in verschiedene Richtungen zeigen.
Der andere riesige Drache wird durch die Wasserläufe in Beijing gebildet. Der Kopf dieses "Wasserdrachen" ist der halbkreisförmige Nanhai-See. Zhonghai- und Beihai-See bilden den krummen Drachenkörper und der Shichahai-See in der nordwestlichen Richtung stellt den sich windenden Drachenschwanz dar.
Der "Drache der alten Bauten" und der "Wasserdrache" liegen nebeneinander und wirken großartig und majestätisch. Ob diese zwei wunderbaren riesigen Drachen von Stadtplanern gewissenhaft entworfen, oder nur eine zufällige, natürliche Erscheinung sind, ist nicht klar.
Ein weiteres bemerkenswertes Bild Beijings liefert die Luftaufnahme des Jingshan-Parks. Es sieht aus, als ob ein Riese mit geschlossenen Augen und übereinandergeschlagenen Beinen majestätisch dasitzt. Eigentlich war der Jingshan-Park ein kaiserlicher Garten und befindet sich nördlich des Kaiserpalastes. Ist dies auch ein gewissenhafter Entwurf oder eine absolute Koinzidenz? Das bleibt ebenfalls ein Rätsel.
Diese neuen Entdeckungen über Beijings Ansicht aus der Vogelperspektive verleihen der alten Hauptstadt eine mysteriöse und geheimnisvolle Atmosphäre.
Nach dem Besuch der Parks ging es an den Shichahai-See, eine der wichtigsten Partygegenden der Stadt, in welcher wir bereits ein paar mal besucht hatten.(Pekingente am ersten Abend)Da wir in Peking letzte Nacht ein Unwetter hatten, waren alle Restaurants gezwungen ihre Polstermöbel bei Sonnenschein trocknen zu lassen.Alles muss raus war das Motto Ein Besuch in der "No-Name-Bar" sollte man sich nicht entgehen lassen, da diese Bar durch einem Baum zu betreten ist.Humane Preise findet man auch hier.Anschliessend noch ein bisserl shopping und dann ging es per Taxi zum wohl grössten Platz der Welt.Ein paar Touristen waren mit einheimischen Rikschas unterwegs, aber in Wirklichkeit gibt es diese nicht mehr.Um die Seen findet man unendliche davon, welche nur für die Touristen da sind.
Wenn man sich genauer umschaute auf dem Platz des himmlischen Friedens, sah man einige merkwürdig aufmerksame Männer, welche sicher vom Geheimdienst der Chinesen dort aktiv waren.Um auf diesen Platz zu kommen, wird man wie am Flughafen kontrolliert. Das erste was mir auffiel war Maos überdemensionales Mausoleum, kurioser weise wurde dieses genau konform zur verbotenen stadt gebaut.Ich denke Mao hielt sich für einen legitimen Nachfolger der Kaiserdynastien. Durch eines der Stadttore gelangte man dann auf den Tiān'ānmén.(wobei ich immer erst Thälmann-Platz verstanden hab) Ein riesiger Platz lag vor einem und am Ende sah man wieder den Eingang zur verbotenen Stadt. Der Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens oder auch Tian'anmen-Platz (chin. 天安門廣場 / 天安门广场, Tiān'ānmén Guǎngchǎng) ist ein Platz im Zentrum von Peking. Er wird mit seinen 39,6 ha Fläche oft als größter befestigter Platz der Welt bezeichnet. An der Nordseite steht das Tian'anmen, das Tor des himmlischen Friedens, hinter dem der Kaiserpalast anschließt. Bis 1911 war der Platz nicht öffentlich zugänglich. Ab 1911 war er wichtige Demonstrationsstätte mit einem Fassungsvermögen von bis zu einer Million Menschen.
Da die neue Shopping-Area noch nicht fertig ist, liefen wir noch ein wenig durch die Seitenstraßen und ließen uns von einem Maler auf Papier bringen. Für stolze 5 Euro umgerechnet gemalt, kann man das Kunstwerk jetzt im Hause Rennschnitzel bewundern. Mittlerweile hatte man bereits den Abend erreicht und so sind wir erstmal ins Hotel zurück um uns für die Gaybar "Destination" frisch zu machen. Mit dem Taxi ging es dann ins "Destination", wobei wir vorher noch gegenüber in einem Lokal essen waren
Nach dem Abendessen gings dann endlich rüber und wieder wurde man kontrolliert.60 Yuan (6.50€) war der Eintritt, wobei Getränke im Wert von 60 Yuan inbegriffen waren. Der Laden war voll, das mal vorweg. Aber wie die Pekinger feiern, das hat mich echt überrascht.Die Tanzflächen waren bereits voll und man musste sich ein Eckchen erkämpfen. Das Destination ist in mehreren Bereichen und Etagen konzipiert wurden, also findet man auch ruhigere Bereiche, welche mir in Deutschland manchmal fehlen.Service und Sicherheit sind dort grossgeschrieben, daher findet man auch leute in den Bereichen wo andere Spass haben.(erkennbar an den roten Armbinden) Wir haben an den Abend echt viele Leute kennengelernt(auch Nichtchinesen), deshalb Daumen hoch für diese Location. Ein bisschen schweiff ich mal ab, aber da China ein Menschenproblem hat, sprich die Regelung der Kinder gesetzlich ist, aber im Gegenzug Gays nicht akzeptiert(diese heiraten meist eine Frau, machen ein Kind und treffen sich dann heimlich mit ihren Lover), sollte das Land wirklich mal über die gesetzliche Offenheit der Gays nachdenken(schliesslich sind es schon mal mindestens 5 %). Ich habe in China sehr viele Gays kennengelernt und keiner von denen will eine Frau heiraten, aber sie müssen es. Mittlerweile schiessen Gaylokale in China wie Pilze aus dem Boden.
Tag 6/7, Samstag, Sonntag 01/02.08.2009 - Flug nach Changsha, Wiedersehen mit Familie und Freunden
Der letzte Tag vorm Abflug in die Heimatstadt von Yuhao stand an. Da der Flug erst nachmittags gehen sollte, haben wir bis 10.30 Uhr geschlafen.Kurz nach dem Aufwachen ging schon das Telefon und die Rezeption erkundigte sich, wann wir das Zimmer verlassen. Anscheinend standen schon die neuen Mieter vor der Tür. Mit Sack und Pack ging es dann vom Hotel aus zum nächsten Hotel, vor dem bereits ein Bus für den Transport zum Flughafen bereit stand. Für 16 Yuan ( ca. 1,70 €) ging es Nonstop zum Airport Peking. Da das Wetter noch immer nicht besonders gut war, sah man bereits beim Eintreffen auf dem Flughafen, das man mit Verspätungen rechnen muss.Ein Blick auf die Abflugtafeln verriet alles. Pekings Flughafen ist wohl einer der grössten der Welt, demensprechend dauert es recht lange, mit der Bahn von Terminal zu Terminal zu fahren.Einen genauen Überblick konnte ich mir nicht verschaffen. Durch die Verspätungen hatten wir reichlich Zeit, uns in unserem Terminalbereich umzuschauen und auf Ebene 2 etwas zu essen. Vor lauter Langeweile schmissen wir von dem oberen Restaurant Servietten nach unten, nur um zu erfahren, wie lange es dauert bis eine Putzkraft ankam und die Serviette wegmachte. Gegen 17.00 Uhr sollte unsere Abflugzeit sein und endlich, nach 4 h warten war endlich Boarding. Wer dachte um 21.30 Uhr startet der Flieger, sah sich getäuscht. Jetzt sass man in der Sardinenbüchse gefangen fest. Kurz vor 23.00 Uhr hat das elendige Warten ein Ende und es ging nach Changsha. Yuhaos Eltern warteten bereits Stunden am Flughafen von Changsha, als wir gegen 00.30 Uhr ankamen.Da die beiden geschieden sind, war es vielleicht eine gute Gelegenheit, da sie miteinander reden mussten. Beide, mit 2 riesigen Blumensträussen bewaffnet wurden wir empfangen. Der Vater von Yuhao hat es im Land der ewigen Sonne zu einem Chefposten geschafft, daher hatten wir einen eigenen Chauffeur welcher uns in die Stadt brachte. Da alle noch Hunger hatten fuhren wir zuerst in einer der ärmsten Nudelküchen der Stadt, eines der Stammlokale der Eltern, als diese noch nicht so viel Geld zur verfügung hatten. Gegen 3.00 Uhr morgens war man dann endlich in der Wohnung von Yuhao, welche er mit gesparten Geld gekauft und eingerichtet hatte.Yuhao war überglücklich sein neues zu Hause endlich zu sehen, auch wenn es nur für den Sommer der Fall war. In ersten der 4 Hochhäuser, jeweils 33 Etagen, fanden wir für den Sommer in der 6.Etage unser zu Hause. Yuhaos beste Freunde aus Changsha liessen es sich nicht nehmen und besuchten uns noch am Abend. Später, bzw. morgens brachten wir dann Yuhaos Mutter nach Hause und freuten uns aufs Bettchen.Um 5.00 Uhr morgens war es dann endlich soweit.
Tag 8, Montag 03.08.2009 - Bei der Oma väterlicherseits und die Stadt Changsha
Zuerst einmal will ich etwas über die Stadt Changsha schreiben. Changsha ist die Hauptstadt der Provinz Hunan, welche im südlichen Teil von China liegt. Über die Einwohnerzahl kann man sich wohl nicht einigen. Man sagt, mit Umland hat die Stadt ca. 6,104 Mio. Einwohner (2004). Die Stadt selber, wobei da wohl nur die City gemeint ist, bestehend aus 5 Stadtteilen hat ca.2.131.620 Einwohner (1. Jan. 2006). Durch ihre südliche Lage besitzt Changsha eher ein subtropisches Klima, was aber auch mal im Winter sehr kalt werden kann, was aber äusserst selten ist. Heizungen besitzen die Häuser normalerweise nicht. Peking war ja schon im Sommer recht warm, aber in Changsha wurde dies noch ein bisschen gesteigert.
Zurück zum Tagesablauf:
9.30 Uhr morgens kloppfte es an der Tür, Mutter und ihr Bruder standen davor und wollten Einlass. Müde und widerwillig stand ich auf und machte Kaffee (zum Glück haben wir extra für die Reise eine Kaffeemaschine und Kaffee aus Deutschland mitgebracht). Yuhaos Onkel befestigte noch eine Sockelleiste, welche in der Wohnung lose war. Nach dem Frühstück fuhren wir zur Oma von Yuhao, diesmal die väterliche Seite. Yuhaos Mutter verlies uns dort und ging ihrer normalen Beschäftigung nach(Majong-Spiel). Die Oma wohnt im Regierungsviertel von Changsha, also musste man vorm betreten des Viertels seinen Pass zeigen. Oma Peilingzhang(Name der Oma) war bereits in der Küche zugange, als wir eintrafen und tafelte uns ein grosses Mahl auf. Oma Yuhao ist bereits in zweiter Ehe, und ihr neuer Mann ist durch und durch ein Kommunist, aber auch ein lustiger alter Mann. Er erzählte viel aus der alten Zeit. Vorm Essen zeigte er uns noch das Regierungsviertel. Im Gegensatz zur Oma mütterlicherseits ging es dieser Oma sehr gut. Eine grosse Wohnung zeugt in China mehr von Reichtum, als ein Mercedes Benz. Reichtum in China hat wie auch überall auf der Welt seine Neider, und so entbrannte eine Diskussion zwischen Enkel und Oma, da der Bruder des Vaters die Wohnung gern für sich hätte, ungeachtet was dann mit der Oma passiert.
Nach dem Besuch bei der Oma ging es dann zu Fuss wieder Richtung Ausgang, wo bereits Sushi II (Yuhaos beste Freundin in Changsha, eine Ballettlehrerin) auf uns wartete. Mit ihrem Roller stand sie da und dachte tatsächlich das ich mich zu dritt auf solch ein Gefährt einlassen würde. Dies wollte ich dann doch nicht und entschied mich für ein Taxi. Mit dem Taxi ging es in die Stadt zurück zur Shoppingtour. Aber als erstes mussten wir zur Bank und lustigerweise ist das vergleichbar in Deutschland mit einem Amt, wo man eine Nummer ziehen muss und aufgerufen wird.
Zum Shoppen waren wir drei wieder vereint und ich hab 2 Hosen und ein Shirt für umgerechnet 10 Euro gekauft.Kein Laden war sicher und auch in Changsha machte ich mir den Spass nach Schuhen in meiner grösse zu fragen.
Etwas später stiess auch Yuhaos Mutter wieder zu uns und man ging zu viert zum Maultaschenessen.Nach dem Abendessen genehmigte man sich noch ein Nachtisch in einer der vielen Früchtebars.
Mitlerweile war es schon spät am Abend und Sushi II verlies uns richtung home. Zu dritt sind wir dann noch durch eine der Barmeilen der Stadt und fanden eine gemütliche Bar, welche der Ausklang des Tages sein sollte.
Mama Yuhao brachten wir anschliessend nach Hause und gegenüber von der Wohnung von Yuhao sind wir noch in ein Internetcafe eingekehrt. Sehr viele Seiten sind auch in Changsha gesperrt. Kurz Nachrichten abgerufen und dann sollte es über die Straße heim gehen, aber ein Nudelladen an der Ecke konnte nicht umgangen werden.
Tag 9/10, Dienstag 04./05.08.2009 - Der Berg ruft, Stadion von Changsha, Friseur, Karaoke-Bar und der Fluch der Klimaanlagen
um 7.30 Uhr ging der Wecker los, welchen ich natürlich am liebsten erschlagen hätte.Aber im Urlaub steht man halt früher auf, wie im normalen Leben. Ich kann das nicht erklären, aber dem ist so. Normal fährt man in den Urlaub um länger schlafen zu können und später frühstücken zu können, aber wenn man im Urlaub ist, steht man am Ende früher auf als sonst.Ein Phänomen das man mal untersuchen sollte.
Nach der Dusche und Kaffee gings mittels Taxi zur Mutter von Yuhao. Über den Fluss von Changsha, den Namen muss ich noch finden, ging es in die Bergwelt von Changsha. Wie in jeder Stadt von China findet man Parks in den Städten zu hauf, welche aber einen Eintritt fordern. Dann hiess es,...bergauf !!Irgendwie haben die Chinesen eine Vorliebe für Treppen und Berge.So auch der Park, welcher in erster Linie harmlos aussah.Nach Stunden des wanderns hatten wir die Hälfte geschafft und fanden einem abelegenen Bergsee. Von weitem sah der Berg nicht anstrengend aus, aber das zeigte sich später in einem anderen format. Ich war nur mit nem kleinem Handtuch beschäftigt, welches mich immer abwischte.