am Samstag, den 17.11.2007 war das Rennschnitzel mal wieder kulturell unterwegs und hat sich die Premiere von Carmen angeschaut.
Basierend auf der Novelle "Carmen" von Prosper Mérimée bleibt die Handlung des Ballettes in Andalusien angesiedelt, doch verlegt der Choreograf Ray Barra sie in die Zeit um das Jahr 1910, einer Zeit bitterster Armut und härtester sozialer Verwerfungen in Spanien, besonders in der Region Andalusien. In diesem sozialen Spannungsfeld prallen zwei Welten aufeinander, deren Annäherung nicht gelingen kann - am Ende steht die Zerstörung beider. In die brüchig-heile Welt des Basken José drängt sich der unbändige Freiheitswille der Zigeunerin Carmen. Seine Liebe zu ihr macht ihn zum Fahnenflüchtigen, zum Kriminellen, der seine Mutter, seine Verlobte und sich selbst entehrt. Carmen ist nicht bindungswillig. Ihre Idee von Freiheit und Selbstbestimmung stehen konträr zu Josés Hoffnung auf eine bürgerliche Existenz mit einer Frau, die nur ihren eigenen Gesetzen lebt. Eine fatale Konstellation, die tragisch enden muss.Ray Barra, dessen andalusische Großeltern 1910 in die USA auswanderten, lebt heute in Andalusien. John Cranko kreierte beim Stuttgarter Ballett in berühmten Werken Rollen für ihn, wie den Romeo, Onegin und den Prinzen in "Schwanensee". Auch Kenneth MacMillan schuf für ihn so wichtige Werke wie z. B. "Das Lied von der Erde". Nach einem Unfall wurde Ray Barra Ballettmeister bei Kenneth MacMillan in Berlin, bei John Neumeier in Hamburg, Gastchoreograf und künstlerischer Leiter des Madrider Ballet Nacional de España-Clásico. Von 1994 bis 1996 war er Ballettdirektor der Deutschen Oper Berlin. Seither wirkt er als freischaffender Choreograf. Seine Neufassung von "Don Quijote", seine Adaption von "Schwanensee" und "Raymonda" am Bayerischen Staatsballett sind Meilensteine seiner Auseinandersetzung mit dem klassischen Handlungsballett.
da leider das filmen nicht erlaubt ist während der vorstellung,....musste ich mich mit bildern hinterher begnügen. das letzte bild zeigt die gaderobe der künstler(nach dem auftritt)